Warnung !!!

Hier geht es zu einem kleinen Lexikon zu den Scherbenländern. Die Beschreibungen (besonders der Charaktere) enthalten Details, die den Büchern vorgreifen und Ihnen die Freude an den Geschichten verderben könnten.


Inhalt

Wie alles begann ...

Die Götterwelt

Die Reiche von Famirlon

Charaktere




Wie alles begann ...

Die Welt ist ... äh ... war ein Krug

Es lief nicht rund im Pantheon der Götter.
Die himmlischen Gesellinnen und Gesellen lungerten den lieben langen Tag in der Bar herum und jammerten und stritten sich. Unzufrieden mit diesem Zustand, lobte der Götterfürst Emoras einen Wettbewerb zur Weltenschöpfung aus, um den göttlichen Lumpen etwas Abwechslung im täglichen Einerlei zu verschaffen. Zugelassen zu diesem Wettstreit waren jedoch nur wahre Götter, nicht jedoch die Halbgötter, hilfreichen Geister und was sich sonst noch in den himmlischen Gefilden herumtrieb. Ein Umstand, der dem Erdgiganten mit Halbgottstatus, Tornak, überhaupt nicht in den Kram passte. Er hatte sich schon auf die Aufgabe gefreut und war gleich losgelaufen, um sich bei Emoras zu beschweren, wurde jedoch auf ein uraltes Regelwerk verwiesen und mit den Worten abgewimmelt, er könne sich ja im Garten nützlich machen.

Schlecht gelaunt gründete Tornak einen Workshop für unterforderte Halbgötter und beschloss auf eigene Faust zu basteln. Er besaß nur einen Eimer voller Erde und etwas Knetmasse, das Standard-Handwerkszeug eines jeden Erdgiganten, und überlegte fieberhaft, was er damit anstellen konnte. Die Erkenntnis traf ihn wie ein Schlag, als er sich einen Schluck aus seinem geliebten Whiskykrug gönnen wollte. Das kugelrunde Gefäß mit dem langen Hals würde sich ausgezeichnet für eine kreative Umgestaltung eignen und so begann Tornak Gebirge und Wälder zu formen, Auen und Seen. Das sah ja schon ganz nett aus, wirkte jedoch noch sehr leblos und Tornak erschuf die ersten Kreaturen, die auf dem Krug herumwuseln sollten.
Elfen, Zwerge, Menschen und Drachen. Als Tornak erstmal angefangen hatte, konnte er gar nicht wieder aufhören und schuf die unterschiedlichsten Wesen. Da ihm die Weltenschöpfung untersagt war, musste er seinen Krug vor dem Zugriff der anderen Götter schützen und er schlich sich ins Lager, um einen Schutzzauber zu suchen.
Dabei wurde er von den Zwillingen Rina und Wala, den Göttinnen des Neides und der Zwietracht, beobachtet, die gerade eine Zigarettenpause vor den nahegelegenen Werkhallen machten. Es hatte sich längst herumgesprochen, das Tornak am Wettbewerb teilnehmen wollte und die Zwillinge vermuteten nicht zu Unrecht, das der Erdgigant vielleicht etwas hinter dem Rücken der Götter gebaut hatte. Sie beschlossen, der Sache auf den Grund zu gehen, entdeckten den Whiskykrug auf einem Regal in Tornaks Quartier und stießen ihn zu Boden.

Unter hämischem Gelächter verschwanden die Göttinnen, und als Tornak gut gelaunt mit einem Schutzkristall zurückkehrte, gellte ein markerschütternder Schrei des Entsetzens durch die himmlischen Gefilde. Der Kristall entglitt seinen Fingern und zerbarst auf dem Boden, Splitter regneten auf den Scherbenhaufen hernieder. Niedergeschlagen weinte der Erdgigant bittere Tränen gegen jene, die ihm dies angetan hatten und wo die Tränen auf das Land trafen, verwandelten sie sich in Diamanten, die ein Gefäß für all den Groll und die Bosheit wurden, die Tornak empfand. Er wollte gerade die Scherben zusammenfegen, als er bemerkte, dass sich neues Leben auf den Scherben regte und Tornak beschloss, alles in diesem Zustand zu belassen. So entstanden die Scherbenländer, die in einem Meer von feinstem Whisky schwimmen, der sich im Laufe der Zeit mit dem Staub und Dreck des Fußbodens vermischte.



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