Die Weberin der Magie                  (Vorsicht Spoiler!)

Buchbeschreibung

Auf eine Ausschreibung für einen Wettbewerb der Weltenschöpfung im Pantheon der Götter hin, möchte der Erdgigant Tornak gern teilnehmen. Da er aber nur zu den Halbgöttern gehört, ist ihm die Teilnahme untersagt, daher verziert er heimlich seinen geliebten Whiskykrug.
Ein böswilliger Akt des Mobbings, seitens der Göttinnen des Neids und der Zwietracht, lassen das verehrte Geschirr mit dem harten Boden kollidieren. Der Urknall sozusagen und die Scherbenländer sind geboren.

Das kümmert den jungen Zauberlehrling Wulfhelm, der auf einer dieser Scherben lebt, wenig. Er hat ganz andere Probleme, denn sein Meister kommt mit einem Messer im Rücken von einer Geschäftsreise zurück. Im Sterben liegend erteilt der alte Zauberer seinem Azubi im zweiten Lehrjahr den Auftrag, ein magisches Artefakt zu finden. Mit lumpigen sieben Zaubersprüchen. Irgendwo ...

Auf seinem Weg sammelt Wulfhelm allerhand seltsame Gestalten ein, die sich mit ihm anfreunden und ihn auf seiner Mission begleiten. Harika, die leicht cholerisch veranlagte Kriegerin, die gerade ihre Ausbildung beendet hat und der (über)eifrige Dieb Darius sind die ersten Gefährten, gefolgt von den Königskindern Alandra und Prunk. Eine zarte Elfe und ein vier Meter großer Troll, dessen Vorlieben in der Dichtkunst und der Mathematik liegen.

Auf der Suche nach dem Artefakt lösen die Gefärten eine Reihe von Problemen, wie die »Resozialisierung« einer Hexe, die selbst für eine Gruppe demokratischer Ungeheuer etwas zu fies ist.
Als sich dann noch die Toten einer lange zurückliegenden Schlacht erheben, wird die böse Zauberin auf Wulfhelm und seine Freunde aufmerksam und schickt ihren treuesten Diener »Stummel« mit einer Gruppe starker, aber strunzdummer Ungeheuer zwecks Ergreifung hinterher.

Mit einer Truppe von Dieben und den Ungeheuern im Nacken fliehen die Freunde ins Gebirge, wo auch das Ziel ihrer Reise liegt: Eine angeblich bodenlose Schlucht, die Todesspalte. Darin sollte das gesuchte Artefakt einst »entsorgt« worden sein. Weitere Abenteuer erwarten die Gefährten, Höllentrip inklusive.




In den Hauptrollen

Wulfhelm - Der Zauberazubi im zweiten Lehrjahr wird Opfer einer fristlosen Kündigung durch höhere Gewalt: Meister Martor haucht sein Leben auf den frisch gebohnerten Dielen des Zaubererturms aus, nachdem er mit einem Messer im Rücken von einer Geschäftsreise zurückkehrt.
Da selbstständiges Weltenretten bisher nicht auf dem Lehrplan stand, macht Wulfhelm sich recht unbedarft auf den Weg, ein magisches Artefakt zu bergen, mit dessen Hilfe er die böse Zauberin Yolanda aufhalten soll. Dabei lernt er neue Freunde kennen und erwirbt neben einigen dringend benötigten Zaubersprüchen eine gewisse »Coolness«, die ihn bald zum Anführer über eine bunte Schar erhebt.

Harika - Die frisch gebackene Kriegerin ist die erste Frau in diesem »Männerhandwerk« und ziemlich dünnhäutig, wenn sie sich diskriminiert fühlt. Sie ist also eine glühende Verfechterin der Frauenquote.
Um sich ihre ersten Sporen im Kampf zu verdienen und weil sie etwas für den Zauberlehrling übrig hat, begleitet sie Wulfhelm und steht ihm mit Rat und Schwert zur Seite. Schon bald stossen sie im »verwunschenen Wald« auf eine Gruppe Ungeheuer und landen am Bratspieß. Die Monster haben soeben die Demokratie entdeckt und sich ihres alten Anführers entledigt, doch steht schon das nächste Problem ins Haus: Eine böse Hexe, die in der Nachbarschaft wohnt und die Froschpopulation an einem nahegelegenen Teich mit verzauberten Ungeheuern anreichert. Wulfhelm und Harika bieten ihre Hilfe an.

Darius - Der kleine, flinke Dieb kehrt gerade von einem Erfahrungsaustausch aus den Südlanden zurück, als er Wulfhelm und Harika an ihrem Lagerplatz im verwunschenen Wald überrascht. Da er nichts von dem wertvollen Artefakt gehört hat, bietet er den Beiden an, sie zum Gildenrat nach Kaisersruh zu begleiten, wo der Rat vielleicht mehr wissen sollte. Da Darius sich nicht unbedingt tadellos in den Südlanden benommen hat, ist ihm die Kunde schon vorausgeeilt und auch das Anliegen der beiden Fremden passt wenig in die Interessen des Gildenrats. Ehe sie sich versehen, landen sie in einer Zelle, tief in den Geheimgängen unter der Kaiserstadt.
Mit einem nun gemeinsamen Ziel, nämlich lebend hier rauszukommen, schliesst sich der Dieb der Gruppe an und sie fliehen, mit einem kleinen Umweg durch den kaiserlichen Palast, nach Westen, wo das Artefakt in einer bodenlosen Schlucht entsorgt wurde.

Yolanda von Falkenstein - Die böse Zauberin wird auf die Gefährten aufmerksam, als diese sich gerade an einem alten Kriegergrab zu schaffen machen, um ein magisches Schwert zu mopsen. Die Beigesetzten sind davon wenig angetan und erheben sich mit Blitz und Donner in einem finsteren Unwetter. Da Yolandas Kristallkugel keine Tonwiedergabe hat, ist sie auf die Bilder angewiesen und glaubt nun, Wulfhelm hätte dieses Werk mit Hilfe seiner Magie bewerkstelligt.
Sofort schickt sie ihren treuesten Diener »Stummel« mit ein paar Sturm- truppen zwecks Ergreifung hinterher, um sich des potentiellen Unruhestifters zu entledigen. Weitere Gegner passten wirklich nicht in ihren Plan, mithilfe eines magischen Webstuhls die Weltordnung neu zu ordnen - unter ihrer Herrschaft versteht sich ...

Alandra - Auf ihrem Weg durch den Elfenforst, geraten die Gefährten an einen der letzten Stämme von Elfen im Lande Ardavil. Alandra, die Tochter ihres Königs, ist sehr neugierig und nähert sich dem Dieb in zutraulicher Seelenverschmelzung. Sie verliebt sich in Darius und nachdem die Gruppe bewirtet wurde und weiterzog, läuft sie von ihrem Zuhause fort und folgt den Helden, um sich ihnen anzuschliessen. Der Elfenkönig schickt Alandras Bruder hinterher, um die Prinzessin zurückzubringen.

Stummel - Der entstellte Gnom wurde durch ein Missgeschick in den Dienst der Zauberin gezwungen und musste in der Zeit feststellen, wie schwer Yolanda zufriedenzustellen ist. Einst ein Mensch namens Manon, nahm die Zauberin jedesmal eine Schönheitsoperation an ihm vor, wenn er mal wieder versagt hatte und dies war des Öfteren vorgekommen ...
Es überraschte Stummel überhaupt nicht, dass er dazu auserkoren wurde, mal wieder die Drecksarbeit zu erledigen und so machte er sich schlecht gelaunt an die Verfolgung der Gesuchten. Durch ein kleines Missverständnis bei der Erfüllung seiner Befehle, landet er zusammen mit den Helden im freien Fall in der bodenlosen Schlucht.


In weiteren Rollen

Prunk - Der Prinz der Trolle lehnt Gewalt ab und interessiert sich für Mathematik, Tanz und die Dichtkunst. Sein Vater ist allerdings der Meinung, dass er endlich mal ein paar artgerechtere Tugenden erlernen sollte und zwingt den Gefährten seinen Sohn förmlich als Begleiter auf, als diese im Höhlensystem der Trolle landen. Trotz seiner pazifistischen Einstellung, entpuppt sich Prunk als wertvoller Begleiter, um die unbekannten Tiefen zu erkunden. Aus seiner Feder stammt die »Ode an die Höllenfahrt«, die rechts unter den Büchern zu finden ist.

Borgra - Der listige Ork wird zum neuen Anführer der Ungeheuer im verwunschenen Wald. Nachdem die Hexe resozialisiert wurde, stellt sich heraus, dass sie ein noch viel größerer Dorn im Monsterhintern ist, als zuvor und die Bande nimmt Reissaus, um ihren schlechten Ruf wiederherzustellen.

Smirlog - Der Goblin ist Kundschafter bei der Ungeheuertruppe, steigt später jedoch durch den Fund einer Kristallkugel, die an Yolanda von Falkenstein adressiert ist, zu einem Medium auf. Vorher will jedoch das Bedienungspamphlet gelernt werden.




Rezensionen

»Das Pferd bezeichnet Rudolph als widerlichen Schreiberling, herrlich.« - Bruder Lustigs Kopfnüsse

»Hier muss ich sagen: Hut ab, klasse!« - Elsa Riegers »eBook-Salon«

»Stilsichere Parodie der „Held rettet die Welt“-Story« - Rezension von Annira_Falter auf LovelyBooks

»Fantasy kann auch komisch sein? Seit ich die schräge Geschichte von Niels Rudolph gelesen habe, finde ich: Fantasy MUSS komisch sein!« - René Junge auf Shelfari.




zurück



Taschenbuch und eBook bei amazon

Großformatiges Taschenbuch
9x6" (etwas größer als A5)
ISBN-13: 978-1477509708
304 Seiten


Kindle Edition
ASIN: B00CJ2A0FW
Dateigröße: 1672 KB


XL-Leseprobe GRATIS!
ASIN: B00CJ2A09S
Dateigröße: 260 KB


eBook bei Buch.de

eBook (epub)
EAN:9783847636076




Ode an die Höllenfahrt

Im ersten Lied des Trolls Prunk,
macht eine Zauber-Dame Stunk.
Und tötet gar zum Zeitvertreib,
oh sie ist ein böses Weib.

Die Freunde sind gleich losgezogen,
schließlich in die Schlucht geflogen.
Am Grunde suchen sie ihr Ziel,
Das Zepterlein von Ardavil.

Da unten ist ein dunkler Ort,
Nur Riesenpilze wachsen dort.
Und Spinnen groß wie Elefanten,
sowie verhexte Bohnenranken.

Kobolde geben zu verstehen,
sie müssen in die Hölle gehen.
Bei ihnen gibt's nur falsche Sachen,
weisen Rat und weiße Drachen.

Sie ziehen weiter, die Gefährten,
und halten sich wohl für Experten.
Lavasee und feurig Pfühl,
die Luft ist heiß und auch sehr schwül.

Draußen packt sie echt der Graus,
so sieht doch nie die Hölle aus!
Glas und Stein nur, ungelogen!
Wo sind sie falsch abgebogen?

Die Realität bringt ihnen bei,
dass dieser Ort wohl richtig sei.
Sie sehen Kutschen und Dämonen,
scheinen diese zu bewohnen.

Weil ihnen alles fremd hier ist,
ersinnt der Magier eine List.
Damit zurückgefunden werde,
malt er Pfeile auf die Erde.

Doch nützt ihnen gar kein Fluchen,
wo sollen sie das Ding nur suchen?
Da prangt bald auf einem Schilde,
vom Zepter golden, das Abbilde.

In eine Burg mit kleinen Türmen,
beginnen sie hineinzustürmen.
Prunk geht los, trotzt der Gefahr,
Das Zepter ist zum Greifen nah.

Das Kleinod ist nie unbewacht,
drum warten alle, bis zur Nacht.
Die Freunde sind, trotz aller Sorgen,
im Kerker wohl recht gut verborgen.

Der Plan, das Zepter auszuleihen,
scheint doch prächtig zu gedeihen.
Doch plötzlich gibt es Mordsradau,
Der Dieb ist schuld, ich sah's genau.

Der Kasten Schrott und nun Zackzack,
fällt das Zepter in den Sack.
Keine Zeit, dies zu verdauen,
jetzt gilt es, schleunigst abzuhauen.

Die Glocke schrillt und zum Verdruss,
nah'n Dämon und Zerberus.
Jetzt mal schnell das Ding gemopst,
und hastig vom Balkon gehopst.

Die Elfe hat ein Seil gespannt,
und die Freunde sind gerannt.
Nur der Troll samt Höllenhund,
fallen unsanft auf den Grund.

Ein dickes Rohr hängt unterm Dach,
und der Dämon macht wütend Krach.
Schnell sind alle in dem Schacht,
und haben sich davon gemacht.

Der Dämon fängt an zu fliegen,
und unsanft an dem Rohr zu biegen.
Und mit solch üblen Methoden,
rollen die Helden bald zu Boden.

Schnell noch aus dem Rohr gekrochen,
springt der Dieb wohl an die Knochen.
Der Drache fällt, der Schurke kichert,
hoffentlich ist das Vieh versichert.

Eilig und im Schutz der Nacht,
wird sich schnell davongemacht.
Jetzt auch noch geschnappt zu werden,
wär' das Dämlichste auf Scherben.